Triumph: Grüne vervierfachen ihr Albstadt-Ergebnis
Albstädter machen von ihrem Wahlrecht regen Gebrauch – Schnelles Rathaus-Team: Stimmenauszählung in Rekordzeit
Albstadt-Ebingen, 28.03.2011 von Dagmar Stuhrmann
Kurz nach 19 Uhr hatte das Wahlteam im Albstädter Rathaus bereits das vorläufige Ergebnis parat. Unter dem Eindruck des Atomunfalls in Japan und der Diskussion um Stuttgart 21 zeigten sich die Albstädter alles andere als wahlmüde: Während die Wahlbeteiligung 2006 bei lediglich 49,7 Prozent lag, gaben gestern 60,2 Prozent der Albstädter ihre Stimme ab. Das bescherte der CDU – im Gegensatz zum kreis- und landesweiten Minus – in Albstadt sogar ein leichtes Plus: Die Christdemokraten erhielten 43 Prozent der Stimmen, 2006 waren es 42,8 Prozent. Ihr bestes Ergebnis erzielten sie in Lautlingen (59,2 Prozent), ihr schlechtestes in Tailfingen (36,1 Prozent).
SPD-Kandidat Hans-Martin Haller konnte sein Ergebnis von 2006 – 35,5 Prozent – nicht verteidigen. Die SPD beklagt albstadtweit einen Stimmenverlust von annähernd fünf Prozent und kommt nur noch auf 30,7 Prozent der Stimmen. Den stärksten Rückhalt hat Haller immer noch in Tailfingen (39,1 Prozent).
Die Grünen legen immens zu und vervierfachen nahezu ihr Ergebnis: 2006 bekamen sie in Albstadt 3,8 Prozent – gestern machten 14,2 Prozent der Albstädter ihr Kreuzchen bei der Partei, die im Wahlkampf beim Thema Atomkraft ohne Kehrtwende auskam. Quer durch die Albstädter Stadtteile können die Grünen zweistellige Ergebnisse – zwischen 10,9 Prozent und 24,4 Prozent – für sich verbuchen. Mit diesem Ergebnis stellen die Grünen die in den Vorjahren in Albstadt stets stark abschneidenden Liberalen, die 2006 mit 10,1 Prozent klar Drittstärkste waren, klar in den Schatten. Für den FDP-Kandidaten entschieden sich nur 4,5 Prozent der Albstädter. Sein bestes Ergebnis bescheren Dirk Egger mit 5,3 Prozent die Laufener. Was die Linke angeht, liegen die Albstädter auf Linie: Mit 2,7 Prozent bleibt deren Kandidat weit unter der Fünf-Prozent-Hürde.
