Eyachstädterinnen gehen auf Titeljagd
Turnen: TSG Balingen beim Landesfinale in Metzingen mit elf Turnerinnen vertreten
Balingen, 11.05.2011
Ein Rückblick: Mit 18 Turnerinnen seiner Leistungsriege war Balingens Trainer Rudi Bareth Mitte April in das Regionalfi- nale 4 der Turngaue Hohenzollern, Zollern-Schalksburg, Oberschwaben und Ulm an den Geräten Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden gestartet. Über die Gaueinzelmeisterschaften im Februar in Bisingen hatten sich diese Mädchen für das Regionalfinale in Illerrieden qualifiziert. Dort galt es, die nunmehr verschärfte Hürde zum Landesfinale zu nehmen.
In sieben von acht Altersklassen waren die Eyachstädterinnen vertreten, die Bilanz könnte für die Bareth-Schützlinge nicht viel besser sein. „Fünf erste Plätze, vier Zweitplatzierte und zwei Turnerinnen auf Platz drei bringen deutlich zum Ausdruck, dass die Balingerinnen derzeit nicht nur den Turngau Zollern-Schalksburg dominieren, sondern auch in der Region 4 das Sagen haben“, ist der TSG-Trainer stolz.
In der Jugend E 9 schaffte Antonia Maurer mit einem dritten Rang als Newcomerin in den Balinger Reihen die Hürde zum Finale. Ebenfalls aufhorchen ließ mit Hannah Haizmann (Jugend D 10) eine weitere Nachwuchsturnerin der TSG. Mit ihrem zweiten Rang habe sich seine Einschätzung bestätigt, so Bareth, der Haizmann großes Potenzial bescheinigt hatte. In der D 11 lieferten sich mit Nina Hahn und Valerie Kohle zwei weitere TSG-Nachwuchshoffnun- gen ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Kohle knapp für sich entschied. „Sollten die beiden ihre Trainingsleistungen im Finale abrufen können, ist ein Treppchenplatz in Reichweite“, sagt Bareth.
Auch in der Jugend C 11 unterstrich Petra Lubitz mit ihrem deutlichen Erfolg ihre Ambitionen auf einen der vorderen Plätze im Landesfinale. „Lediglich ihre doch noch schwankenden Wertungen am Sprung könnten ihr Vorhaben gefährden“, orakelt Bareth.
Als eine ernstzunehmende Titelaspirantin gilt in der Jugend C 13 mit Carolin Walz die Vorjahressiegerin. Mit über zwei Punkten ließ sie ihre Verfolgerinnen Tina Strobel und Theresa Burkhardt vom SV Erlaheim hinter sich und machte schon beim Regionalfinale klar, dass auch auf Landesebene der Weg aufs Podest nur an ihr vorbeiführen wird.
Das gleiche Bild zeigte sich in der Jugend B 14/15. Hier beherrschte mit Leonie Stemmer und Svenja Liefke eine Balinger Doppelspitze das Feld. Wobei die jüngere Stemmer erstmals ihre Vereinskameradin Liefke hinter sich lassen konnte. Bareths Einschätzung: „Beide Mädchen bringen schon Ligaerfahrung mit und können sich berechtigte Hoffnungen auf das Siegertreppchen beim Landesfinale machen.“
Dass in der offenen Altersklasse, der noch die A-Jugend zugeteilt wurde, ein heißer Kampf um die Startplätze entbrennen würde, sei allen Starterinnen zu Beginn des Regionalfinales klar gewesen, blickt der Coach zurück. Dass am Ende aber mit Claudia Bareth von der TSG und Alice Schumacher vom TSV Ebingen die beiden erfahrensten Turnerinnen in Reihen des Turngaus auf der Strecke bleiben würden, sei doch eine Überraschung gewesen.
Ins Landesfinale einziehen werden mit Janine und Jessika Kern sowie Alisa Mann drei Turnerinnen, die maßgeblich mit zum Aufstieg der Balingerinnen in die Landesliga beigetragen haben. Insbesondere die Erstplatzierte, Janine Kern, wird alles daran setzen, den Landestitel in die Kreisstadt zu holen: Für sie wäre es der siebte in Folge
Von vier auf drei Turnerinnen
Die Qualifikantinnenzahl für das Landesfinale des Schwäbischen Turnerbunds ist im Vergleich zum Vorjahr in jeder Altersklasse von vier auf drei gekürzt worden. Zudem wurde die Altersklasse der A-Jugend in die offene Wettkampfklasse übernommen. Trotzdem schafften es elf Schützlinge des Balinger Trainers Rudi Bareth, sich für den „finalen Showdown“, der am Samstag in der Metzinger Schönbeinhalle über die Bühne gehen wird, zu qualifizieren. Die erstplatzierte Janine Kern gilt als größte Hoffnung der TSG – es wäre ihr siebter Landestitel in Folge
