Maute-Fabrik wird verkauft
Die Immobilie befindet sich erst seit vier Jahren im Besitz der Gemeinde Ratshausen
Ratshausen, 21.06.2011 von Daniel Seeburger
Im Herbst 2007 sorgte die Schlagzeile für Aufsehen im Oberen Schlichemtal. Der Ratshausener Gemeinderat beschloss den Kauf der zentral im Dorf gelegenen Maute-Fabrik. Der damalige Bürgermeister Michael Maier hoffte, dass bei einer sinnvollen Nutzung des leer stehenden Gebäudes Zuschüsse aus dem „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“ (ELR) und dem Leader-Programm nach Ratshausen fließen könnten. Aus den verschiedenen Projektvorschlägen wurde allerdings nichts – jetzt verkauft die Gemeinde das 47 Jahre alte Gebäude wieder.
167 000 Euro erhofft sich Bürgermeister Heiko Lebherz für die Immobilie. Diesen Wert habe der Gutachterausschuss des Gemeindeverwaltungsverbands Oberes Schlichemtal ermittelt. Dass ist ungefähr der selbe Betrag, den die Gemeinde vor vier Jahren zum Kauf des Fabrikgebäudes aufbringen musste. Rund 30 000 Euro musste die Gemeinde in den vergangenen Jahren für den Erhalt der Immobilie aufbringen. Dem gegenüber stünden aber auch Einnahme aus Vermietungen. Sein Ziel sei eine schwarze Null unterm Strich, erklärt Lebherz.
Die Maute-Fabrik stand auch in den vergangenen Jahren nicht leer. So ist sie unter anderem Lager für ein in Ratshausen ansässigen Unternehmen.
Er könne sich vorstellen, dass die Maute-Fabrik in Zukunft von einem Gewerbe genutzt werden, bei dem keine Lärmemissionen anfallen. Auch Büroräume seien denkbar, so Heiko Lebherz. Auf jeden Fall werde die Verträglichkeit zusammen mit den Anliegern geprüft, meint der Bürgermeister weiter. Er werde mit den Nachbarn das Gespräch suchen, „ein Dialog ist mir wichtig“, führt Heiko Lebherz aus.
Der Ratshausener Bürgermeister und die Gemeinderäte hoffen, dass sie einen privaten Investor finden werden. Die Vorzeichen dafür stehen nicht einmal schlecht. Denn in den vergangenen Tagen haben sich bereits drei Interessenten auf dem Rathaus der kleinen Gemeinde im Oberen Schlichemtal gemeldet gemeldet.
