Mit dem Rotary-Club ein Jahr im Ausland
Theresa Goder und Max Eisele vom Gymnasium Ebingen nehmen am Austauschprogramm teil
Albstadt-Ebingen, 02.08.2011 von Dagmar Stuhrmann
Noch diesen Monat geht es los. Max Eisele wird für ein Jahr in Flagler Beach, nahe Daytona Beach, in Florida leben, Theresa Goder, die zur Zeit mit Blick auf den Austausch fleißig Spanisch lernt, in der ecuadorianischen Stadt Machala. Die beiden 15-Jährigen konnten Wunschziele angeben und freuen sich nun, dass sie die Chance bekommen, auf diese Weise einen anderen Kulturkreis kennenlernen. Sie werden in Gastfamilien leben, den Alltag miterleben und, wie zuhause auch, zur Schule gehen. „Wir sind gespannt auf die kommenden Monate,“ sagen beide.
Der Rotary Club Ebingen unterstützt neben dem Schüleraustausch weitere gemeinnützige Projekte auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene, beispielsweise Polio Plus, das Wasserprojekt Bisoro/Burundi, die Aktion „Lesen lernen, Leben lernen“. Der Schüleraustausch ist ein wichtiger Bestandteil des Rotary-Programms. Insgesamt werden von den deutschen Rotary Clubs jährlich mehr als 700 Schüler in mehr als dreißig Länder für den Jugendaustausch vermittelt. Neben der finanziellen Unterstützung der Austauschschüler – die Schüler bekommen beispielsweise ein Taschengeld – ist es vor allem die ideelle Seite, die im Vordergrund steht. „Wir möchten einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten und Schülern die Möglichkeit geben, eine ganz besondere und vielleicht einmalige Erfahrung fürs Leben zu sammeln,“ sagt Andreas Mebold, Organisator des Austauschprogramms beim Rotary Club Ebingen.
Der Langzeitaufenthalt ist auf drei tragenden Säulen aufgebaut: den Gastfamilien, den Schulen und den örtlichen Rotary Clubs. Das weltweite Rotarier-Netzwerk ermöglicht es, dass im Gegenzug zwei Schülerinnen aus Amerika bzw. Ecuador ein Jahr in Albstadt verbringen werden und hier ebenfalls Ansprechpartner beim örtlichen Rotary Club finden. Die „Inbounds“, also die Austauschschüler, die nach Ebingen kommen, werden von Gastfamilien aufgenommen, genießen den Schulunterricht am Gymnasium Ebingen und werden vom Rotary Club betreut. Ein so genannter „Councelor“, in diesem Fall Reiner Veit, steht den Austauschschülern als Vertrauensperson zur Verfügung. „Genauso natürlich umgekehrt,“ erklärt Rotary-Präsident Norbert Wagner, „die deutschen Austauschschüler werden in ihren Gastländern von den dortigen Clubs betreut.“ Hier wie dort werden die Schüler als Ergänzung zu Schule und Freizeitprogramm in Aktivitäten des jeweiligen Clubs vor Ort eingebunden.
