Achtung Buskontrolle

Mit der Verkehrspolizei unterwegs – Wenig Mängel beim Linienverkehr freuen die Beamten

Albstadt-Ebingen, 29.09.2011 von Hannes Mohr

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Donnerstagmorgen. Es ist kurz nach halb sieben: Abfahrt am Balinger Polizeirevier. Das Ziel ist der Ebinger Busbahnhof. Die Verkehrspolizei hat Schulbusse im Visier. Kontrollen sollen ihre Sicherheit verbessern.

Es ist noch dunkel. Das Blaulicht des Polizeiwagens lässt die umliegenden Fassaden blitzlichtartig erstrahlen, bevor diese wieder in dunkles Grau verfallen. Die Beamten haben es eilig. Denn gleich beginnt die Schulbuskontrolle am Busbahnhof in Ebingen. Am Ziel angekommen, warten in der Frühherbstkälte auf die Verkehrspolizisten Detlef Wysotzki und Uwe Kleinmann neben ihren Kollegen auch Zollbeamte und TÜV-Mitarbeiter. Es ist nicht viel los am Bahnhof, nur einige Schüler warten auf dem Bus. Neugierig beobachten sie das Spektakel und tuscheln, was da wohl gleich geschehen wird. Während die Verkehrspolizisten ihre Kontrollstation auf einer der Busspuren aufbauen, warten weiter oben am Straßenrand der Poststraße die Kollegen im silbergrauen Mercedes-Benz. Die zivil gekleideten Polizisten kundschaften die Verkehrsteilnehmer aus. Auf ihr Kommando wird zugeschlagen. Ein Knacken im Funkgerät kündigt ihre Nachricht an. Von Rauschen begleitet meldet sich eine Stimme. Ein Bus ist in Anfahrt.

„In den ersten zwei Schulwochen überwachen wir schwerpunktmäßig Busse“, erklärt Wysotzki. Er wirkt gelassen, die jahrelange Routine ist ihm anzumerken. Ihm sind die Kontrollen sehr wichtig. „Oft sind wir die Bösen, weil wir mit Anzeigen drohen“, erzählt er, „doch wenn wir Probleme entdecken, dann werden die zusammen mit Schulen, Eltern und Busunternehmen erörtert und behoben“.

Der erste zu überprüfende Bus ist bereits ein Oldtimer. Mit 32 Jahren leistet er immer noch tapfere Dienste. Er wirkt etwas klapprig, doch viel zu beanstanden haben die Beamten an dem alten Blech nicht. Die TÜV-Mitarbeiter kontrollieren neben dem Türdruck auch Reifen, Beleuchtung, Sitze und vieles mehr.

Die Verkehrspolizisten überprüfen derweil die Dokumente. Zwei Sitze sind etwas locker. „Der Busfahrer bekommt jetzt einen Mängelbericht“, erklärt Wysotzki, „wenn er alles behoben hat, muss er noch mal beim TÜV vorfahren“.

Der Zoll macht sich derweil am Tank zu schaffen. Die Beamten führen behutsam einen langen Schlauch in den Treibstoffbehälter. Dann ertönt ein lautes Schlürfen. Mittels einer Handpumpe saugt einer der Zöllner glucksend Diesel in einen Glaszylinder. Der Treibstoff fließt in ein Teströhrchen. Erleichterung: Es ist kein Heizöl im Tank. „Oftmals sind es nicht die Busunternehmen, sondern die Treibstofflieferanten, die das günstigere Heizöl dem Diesel beimischen“, begründet Wysotzki die Zollkontrolle.

Die Busfahrer versuchen, es gelassen zu sehen. Dennoch merkt man ihnen den Stress an. Hektisch, aber akribisch folgen sie den Anweisungen der Beamten. Durch die Verzögerung geraten sie unter Termindruck. „Kontrollen haben ihren Sinn, aber ich muss gleich oben in Meßstetten sein. Das schaffe ich jetzt nicht mehr“, klagt einer der kontrollierten Busfahrer.

Um acht Uhr ist die Aktion vorbei. So flott die Kontrollstelle aufgebaut war, genauso schnell ist sie wieder weg. Insgesamt überprüfen die Verkehrspolizisten in einer Stunde sechs Linienbusse. Dabei haben sie bei vier etwas zu beanstanden, einer wird aus dem Verkehr gezogen, weil die Reifen abgefahren sind. Er muss am Bahnhof warten, bis seine Firma neue Schlappen bringt. „Wir haben zwar einige Mängel festgestellt, aber es war nichts Kriminelles dabei“, erklärt Wysotzki. Das entspreche durchaus dem Normalfall, meint der Polizist weiter. Gravierende Mängel seien zum Glück selten.


Original-Dokumente sollten immer im Auto sein

Müssen Dokumente stets im Original mitgeführt werden oder reicht eine Kopie? Uwe Kleinmann von der Verkehrspolizei klärt unsere Leser auf.

Grundsätzlich sind alle Dokumente im Original mitzuführen. Kopien werden im Grunde nicht akzeptiert. Dabei ist es egal, ob sie beglaubigt sind.

Zu den Dokumenten gehören unter anderem der Fahrzeugschein, der Führerschein und der Personalausweis.

Sollten Führerschein und Co. dennoch nur in Kopie vorhanden sein, muss sich die Polizei versichern, dass es die Originale auch wirklich gibt.

Bestehen Zweifel an der Identität einer Person, wird ein Personenfeststellungsverfahren eingeleitet. Dazu kann der Kontrollierte rund zwei Stunden festgehalten werden.

Ist der Führerschein nicht an Bord, droht ein Verwarngeld in Höhe von zehn Euro

Buskontrolle BL

Ich weiß nicht wie die Truppe es im Berreich Balingen handhabt aber, zumindest zu meiner Zeit(etwa 4 Jahre) war die Buslinie Frommern - Zillhausen, morgens und mittags so voll dass gequetsch werden musste und ein umfallen in den gängen(zeitweiße) unmöglich gewesen währe, wenn was passiert währe. Da sollte die Polzei doch mal Kontrollieren und dafür sorgen dass es nicht zu solch vollen Bussen kommt, und die zuständigen Unternehmen verständigen um diese misstände abzuschaffen, es kostete nämlich eine Stange Geld für eine Monatskarte und dafür wahren 99% der 6 Jahre in denen ich diese Strecke fuhr KEIN Sitzplatz zurverfügung
Simon Schneider am 29.09.2011 12:49:58
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