Sie wollen den Chefsessel

Bernd-Michael Abt, Udo Hollauer, Karl-Jürgen Oehrle und Reiner Wössner

Albstadt-Ebingen, 25.10.2011 von Holger Much

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Einer dieser Vier wird am Donnerstag zu Albstadts neuem Baubürgermeister gewählt: Bernd-Michael Abt (Albstadt), Udo Hollauer (Meßkirch), Karl-Jürgen Oehrle (Pfullingen) und Reiner Wössner aus (Sulz a.N.).

Gleich vier vielversprechende Kandidaten stellen sich zur Wahl für den Posten des Albstädter Baubürgermeisters. Diesen Donnerstag werden sie sich in öffentlicher Sitzung im Rathaus dem Gemeinderat Albstadt vorstellen. Einer von ihnen wird den Saal als frisch gewählter Nachfolger von Rainer Mänder verlassen. Wer wird es sein? Wir stellen Ihnen die Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor:

Bernd-Michael Abt kommt aus der Albstädter Verwaltung. Seit zehn Jahren leitet er das „Amt für Bauen und Service“(früher Bauverwaltungsamt). Der Stadtoberverwaltungsrat ist zudem Geschäftsführer der Klärschlammverwertungsgesellschaft Albstadt GmbH und des Abwasserverbandes, sitzt im Aufsichtsrat der Wohnungsbaugenossenschaft Tailfingen. Bernd-Michael Abt wurde 1963 in Ebingen geboren und wohnt mit seiner Frau im Stadtteil Truchtelfingen.

1982 machte er das Abitur am Gymnasium Ebingen um nach dem Grundwehrdienst an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl mit dem Diplom-Verwaltungswirt abzuschließen. Am Baubürgermeisterposten reizt ihn die Möglichkeit, „an verantwortlicher Stelle die Stadtentwicklung weiter zu betreiben. Die positive Entwicklung, die nun in Ebingen spürbar ist, muss jetzt auf Tailfingen übertragen werden.“ Zu Bernd-Michael Abts Hobbys zählen Bergwandern, Radfahren, Haus und Garten.

Udo Hollauer ist Stadtbaumeister der Stadt Meßkirch, wo er auch im Juni 1968 das Licht der Welt erblickte. Hollauer wohnt in Engelswies, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Am Sigmaringer Wirtschaftsgymnasium machte er sein Abitur, studierte nach dem Grundwehrdienst Mathematik an der Fachhochschule für Technik in Stuttgart und sorgte, bevor er in Biberach seinen Diplomingenieur in Bauwesen in Biberach machte, mit seiner Ausbildung zum Schreiner für einen zusätzlich bodenständig-handwerklichen Aspekt. Gartenarbeit, Joggen und Lesen zählt er zu seinen Hobbys. „Albstadt“, führt Hollauer Gründe an, den Hut in den Ring zu werfen, „ist als bedeutender Wirtschaftsstandort sehr attraktiv. Die Potenziale und vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, die diese große Kreisstadt bietet, waren ausschlaggebend für meine Bewerbung“.

Karl-Jürgen Oehrle ist seit 2002 Leiter des Stadtbauamtes Pfullingen. Im November 1956 in Ebingen geboren und aufgewachsen – seine Mutter war Lehrerin an der Oststadt-Grundschule – bezeichnet Oehrle seine Bewerbung auch als „Herzensangelegenheit“, weil er an den Ort seiner Kindheit und Jugend zurückkehren würde.

Beruflich lockt den verheirateten Familienvater zweier Kinder auch die Herausforderung, in einem „Amt, ähnlich wie in Pfullingen, nur viel größer“ zu wirken, wobei ihn die speziellen Aufgaben in Albstadt reizen. Besonders nennt er Tailfingen, wo nun bezüglich des entstehenden NITTA und zahlreicher Gewerbebrachen viel zu tun sei.

Nach Abitur und Grundwehrdienst machte er seinen Diplom-Ingenieur an der Fachhochschule für Technik in Stuttgart, arbeitete in den Sparten Bauüberwachung, Bausachverständiger und als Leiter des Ortsbauamtes Gomaringen bis er 2002 Pfullinger Stadtbaumeister wurde. Er ist Vorsitzender des Gutachterausschusses der Gemeinde Gomaringen und zuständig für die Technische Betreuung der Wiesaz-Wasserversorgungsgruppe. Radfahren, Skifahren, aber auch Theater und Kino sind seine Hobbys.

Reiner Wössner ist seit 1996 Stadtbauamtsleiter von Sulz am Neckar und sammelte praktische Erfahrungen in Architekturbüros, zum Schluss in Schaffhausen und Zürich. Er wurde im Januar 1963 in Sulz am Neckar geboren, nach Abitur in Sulz und dem Militärdienst in Sigmaringen und Fahl am Feldberg studierte er Architektur an der Fachhochschule Konstanz. Dort machte er 1989 seinen Abschluss als Diplom-Ingenieur.

Das Mitglied der Architektenkammer Baden-Württemberg ist ledig, hat keine Kinder und wohnt in Sulz. Zu seinen Hobbys zählt er Joggen, Mountainbike fahren und Wandern, Lesen, Reisen, Kochen und er ist ein Fan des HBW. Den Posten des Technischen Beigeordneten sieht er als „städtebauliche Herausforderung“ in einer Zeit, in der in Albstadt bereits viel bewegt und erreicht wurde, dieser Weg nun aber weiter gegangen werden müsse.

Wie läuft die Wahl zum Baubürgermeister am Donnerstag ab?

Vorstellungsrunde: Diesen Donnerstag wird der Gemeinderat den neuen Baubürgermeister wählen. Die vier Kandidaten, die wiederum bereits vorab aus den insgesamt 16 Bewerbern ausgewählt wurden, haben jeder etwa zehn Minuten, um sich öffentlich in der Gemeinderatsitzung vorzustellen. Nach jeder Vorstellungsrunde können die Gemeinderäte Fragen stellen.

Geheime Wahl: Die Wahl findet dann geheim statt, sprich mit Zetteln, die ausgefüllt werden. Der Gewinner muss mehr als die Hälfte der Stimmen haben. Bekommt keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit, gewinnt im zweiten Wahlgang mit den beiden Stimmenkönigen der Kandidat mit der einfachen Mehrheit.

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