Hollauer gewinnt
Eindeutiges Votum für Albstadts neuen Baubürgermeister
Albstadt-Ebingen, 28.10.2011 von Dagmar Stuhrmann
Sein Mitbewerber Karl-Jürgen Oehrle (54) aus Pfullingen bekam eine Stimme, für den dritten Bewerber Reiner Wössner (48) aus Sulz votierten sieben Ratsmitglieder, OB Dr. Jürgen Gneveckow enthielt sich. Gewählt wurde gestern Abend im Gemeinderat in geheimer Wahl. Die Kandidaten hatten je zehn Minuten Zeit für ihre Vorstellung. Die Fragerunde fiel knapp aus. Die Frage, die Dr. Willi Merkel (CDU) allen Kandidaten stellte – ob sie bereit sind, nach Albstadt zu ziehen –, beantwortete Udo Hollauer mit „selbstverständlich“.
Udo Hollauer war als Erster an der Reihe. Er nannte das große Aufgabenfeld und die damit verbundenen Gestaltungsmöglichkeiten als Beweggründe für seine Bewerbung. „Albstadt hat Zukunft,“ sagte er. Diese Zukunft wolle er gern gestalten. Als Baubürgermeister will der 43-Jährige gebürtige Meßkircher nicht nur „Verwalter und Organisator“, sondern auch „kreativer Kopf“ sein. Er habe kein Problem damit, Verantwortung zu übernehmen. Wichtig ist ihm auch die soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen.
Was die anstehenden Herausforderungen angeht, nahm er konkret Bezug auf die Albstädter Gegebenheiten: Themen werden der Bevölkerungsrückgang, der Erhalt von Arbeitsplätzen, die weitere Attraktivitätssteigerung des Standorts, die Schaffung des baulichen Rahmens für Wirtschaftsförderungsprojekte, eine moderne und flexible Baulandpolitik, die konsequente Weiterentwicklung der Innenentwicklung, die Verbesserung der Wohnqualität und die Fortsetzung der Impulse im Bereich naturnaher Tourismus sein. Dabei gelte es, Zuschüsse nach Albstadt zu holen, um in die Zukunft investieren zu können. „Ich stehe für eine offene Kommunikation zwischen Verwaltung, Handel, Gewerbe und Bürgerschaft“, versprach Udo Hollauer dem Albstädter Gemeinderat. Eine bürgerfreundliche Verwaltung sei ein „Muss“.
Vor den großen Fußstapfen, die sein Vorgänger Mänder hinterlässt, ist Udo Hollauer nicht bange. Er nimmt die Herausforderung mit Humor: „Ich habe selbst Schuhgröße 45.“
Rainer Mänders Nachfolger kommt aus Meßkirch
Jung und dynamisch: Als er mit gerade mal 33 Jahren Stadtbaumeister in seiner Heimatstadt Meßkirch wurde, war Udo Hollauer kreisweit der Jüngste in diesem Amt. Mit 43 ist er jetzt immer noch jung und „hungrig auf neue Taten“, wie er gestern sagte.
Stationen: Udo Hollauer, 1968 in Meßkirch geboren, ist verheiratet und hat zwei Töchter. Von 1996 bis 1999 studierte er Bauingenieurwesen an der Fachhochschule in Biberach. Seit 2001 ist der 43-jährige Diplomingenieur Stadtbaumeister der Stadt Meßkirch.
Blick in die Zukunft: Da er noch 24 Jahre arbeiten werde, bis er 67 sei, rechnete Udo Hollauer schmunzelnd nach, stünde er der Stadt Albstadt für drei volle Amtsperioden zur Verfügung. Das sei eine „ideale Ausgangsbasis für eine gute Zusammenarbeit“.
