Dieselgeruch und süße Stückchen

Winterzeit ist Waldzeit – Nicht nur im Dotternhausener Forst wird zurzeit gearbeitet

Dotternhausen, 30.12.2011 von Siegfried Seeburger

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Winterzeit ist Waldzeit. Wenn es draußen kalt und nass ist, wird im heimischen Wald gearbeitet. Die Forstbetriebe haben Hochsaison, das Nutzholz wird aufgearbeitet und abtransportiert.

Man hört das Brummen und Surren schon aus einiger Entfernung. Nur ab und zu werden die Geräusche aus dem Wald von einem kurzen Krachen und Knacken unterbrochen, gefolgt von einem schweren, dumpfen Schlag. Es ist etwas los im angrenzenden Wald. Die Forstbetriebe haben in den Herbst- und Wintermonaten Hochsaison, natürlich nicht, um Weihnachtsbäume zu „ernten“, sondern um das Nutzholz zu fällen, aufzubereiten, zu schleifen und auf Polder am Waldweg bis zum Abtransport sicher zu lagern.

Die örtlichen Forstbehören legen jedes Jahr den fälligen Einschlag genau fest. Deshalb wird kein Baum zu wenig und keiner zu viel umgesägt. Die etwas schwächeren Bäume werden nach entsprechender Vorbereitung vom „Vollernter“ maschinell aufgearbeitet. Das Fällen der großen und schweren Nadelbäume verlangt harte Handarbeit und wird von erfahrenen Forstwirten ausgeführt. Deshalb ist es eine wichtige Voraussetzung, dass die Männer an den Motorsägen gut ausgebildet und bereit und gewohnt sind, im Team zu arbeiten. Schließlich hält jeder Baumriese mehr oder weniger Überraschungen versteckt, sei es die Stärke des Stammes, die Ausformung des Wurzelstockes, die Ausladung der Baumkrone und des Gipfels sowie der Standort des Baumes.

Stets müssen die Männer an den Motorsägen auch auf die nachwachsenden Jungpflanzen achten. Schließlich ist es für jeden einzelnen eine Herausforderung, die jungen Nadelbäume und Kulturen so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Im Gemeindewald von Dotternhausen, am Fuß des Plettenbergs. ist zurzeit ein Forstbetrieb mit fünf Mann im Einsatz. Täglich wird von morgens 8 Uhr bis am Spätnachmittag 17 Uhr gearbeitet. Das Mittagessen kommt aus der Vespertasche und schmeckt vorzüglich. Zum „Nachtisch“ gibt es gelegentlich noch einen „Kinderriegel“, das einzig süße Stückchen in der nach Waldboden, Harz, Fichtenadeln und Dieselmotoren stark duftenden Umgebung.

Das Wetter spielt bei den Holzfällern eine untergeordnete Rolle. Bei Frost, Regen oder Schnee wird weitergearbeitet, wenn auch mit gelegentlichen Einschränkungen. Nur wenn starker Wind oder gar Sturm aufkommt, ruht die Arbeit. Das Wetter in diesem Herbst wird vom Chef des Forstbetriebs als gut bis ideal benotet. Die Fällarbeiten an den Steilhängen des Plettenbergs, den nächsten Einsatzort seiner Männer, seien allerdings auch bei idealer Witterung mit besonderen, zusätzlichen Gefahren verbunden. Vor allem das rutschige Gelände verlangt von den Männern an den Motorsägen viel Geschick und Sorgfalt. Auch die schweren Geräte, wie Seilmaschine oder Zangenlastzug, verlangen viel praktische Erfahrung und können nur mit Augenmaß eingesetzt werden

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