„Ich sehe mich als Leseförderer“
Winterlinger Schriftsteller Manfred Mai stellt neue Bücher vor
Winterlingen, 14.01.2012 von Jasmin Alber
Woher kommen die Deutschen eigentlich und wie lebte man hier vor Hunderten von Jahren? Auf 120 Seiten widmet sich Manfred Mai in „Die Geschichte Deutschlands“ dem Werdegang von den alten Germanen bis hin zur modernen Bundesrepublik. Mit dem Buch möchte Mai den „Acht- bis Zehnjährigen erzählen, wo wir herkommen“, denn „Geschichte ist Gedächtnis für ein Volk“. Die Heranführung an das geschichtliche Thema soll der Urteilsbildung der Kinder helfen, denn das Heute sei laut Mai nur verständlich, wenn man das Früher kenne.
In seiner Nacherzählung von „Peter Pan“, einer englischen Geschichte von 1902, macht Manfred Mai den alten Stoff für Kinder verständlich. So können auch schon die Kleinsten die Klassiker der Weltliteratur kennenlernen. Dieses Buch ist außerdem eine Premiere für Mai. Mit Pop-up-Bildern und Soundeffekten ist die Aufmachung etwas Besonderes.
Zudem veröffentlichte Mai jüngst drei weitere Bücher für Leseanfänger. „Ritterfest auf Burg Hohenstein“ und der erste Teil der Mittelaltergeschichte seien als „Nebenprodukt“ der Recherche für die Geschichtsbücher entstanden. Es gebe wenige Bücher für Jungs, die nicht von Fußball handeln. Mai hat sich deshalb außerdem an seine erste Indianergeschichte gewagt. „Kleiner Fuchs auf großer Jagd“ handelt vom mutigen Indianerjungen, der aufmerksam beobachtet, bevor er handelt. Mit Familienzuwachs muss sich eine Schülerin in „Ein Bruder für Anna“ auseinandersetzen. Erst ist es nach der Geburt von Brüderchen Fabian nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Dann aber ändert sie ihre Meinung.
Manfred Mai versucht, die Kinder ans Lesen heranzuführen. „Da kommt der Pädagoge durch“, schmunzelt Manfred Mai, der sich als „Leseförderer“ sieht. Er versuche, über Themen zu schreiben, die Kinder interessieren. „Und mindestens ein Buch hat jedes Kind, das in Winterlingen zur Schule geht“, meint Mai. Denn zur Einschulung bekommt jeder ABC-Schütze der Gemeinde von ihm und dem Bürgermeister eine Lektüre überreicht. Entgegen dem „Fantasy-Hype“ bleibt Manfred Mai trotzdem bei seinen Geschichten: „90 Prozent meiner Bücher sind mit realistischem Hintergrund“, schätzt der Autor. Meist spielen sie auch in seiner Heimat, wenn beispielsweise in den Fußballbüchern Straßberg gegen Winterlingen kickt. Außer zum Lesen sollen seine Bücher nämlich auch zum Spielen im Freien animieren.
