Spitzenduell auf Eis

Eishockey: Steinhauer fehlt gegen den Tabellenführer

Balingen, 18.01.2012

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Am Samstag um 17.45 Uhr treten die Eishockeyspieler des EC Balingen gegen den Tabellenführer der Landesliga, die ESG Esslingen, an. Keine leichte Aufgabe für die derzeit zweitplatzierten Eisbären.

Nachdem die Balinger Eisbären am vergangenen Wochenende den direkten Verfolger Mannheim durch einen Sieg auf Abstand halten konnten, gilt es für den Tabellenzweiten nun, den Blick nach vorn zu richten: Im Esslinger Eisstadion treffen am Samstag die beiden derzeitigen Top-teams der Landesliga Baden-Württemberg aufeinander.

Gegen den aktuellen Tabellenführer haben die Balinger auch ihre bisher einzige Saisonniederlage hinnehmen müssen. Im ersten Spiel der Saison hatte die ESG gezeigt, dass sie ein ernstzunehmender Gegner sind, der durch seine Qualität und Kadertiefe mindestens unteres Regionalliga-Niveau besitzt. Mit einem eindrucksvollen 8:4-Sieg verabschiedeten sich damals die Cracks um Trainer Bernhard Fink aus der Eyachstadt und stahlen bislang die einzigen Punkte bei den Eisbären.

„Es ist wie ein dicker, schwarzer Fleck auf einer bisher weißen Weste“, umschreibt Willi Gastel?die Ausgangssituation. „Esslingen weist seit Jahren konstante Ergebnisse vor. Die Mannschaft spielt immer eine Rolle um den Aufstieg – und wir wissen um die Qualität der Einzelspieler“ , meint der Eisbären-Vorsitzende.

Im Gegensatz zu den Eisbären mussten sich die Neckarstädter allerdings schon drei Mal in dieser Saison geschlagen geben. Dabei gab es, aus Sicht der ESG, vor allem gegen die EKU Mannheim zwei nicht eingeplante Niederlagen. Den dritten Punktverlust musste die ESG gegen den letztjährigen Dauerrivalen FSV Schwenningen hinnehmen, dem man vor heimischer Kulisse mit 8:9 nach Penaltyschießen unterlag.

„Dass am Samstag ein hartes Stück Arbeit vor uns liegt, ist mir und der Mannschaft bekannt. Ebenso, dass Esslingen, auch auf Grund der Tabellensituation, als Favorit in das Spiel geht“, betont Günter Schmidt. „Ob wir das Eis als Sieger oder Verlierer verlassen werden, bleibt abzuwarten. Wir haben mit den letzten acht Spielen eine eindrucksvolle Siegesserie hingelegt. Wenn es nach mir geht, dürfte sie auch am Samstag noch weiter Bestand haben“, gibt sich der Balinger Coach zuversichtlich.

Er weiß jedoch auch, dass das auf dem Eis entschieden wird: „Es wird in allen Belangen ein ähnliches Spiel wie das gegen Mannheim. Ein Spiel auf Augenhöhe, voller Kampf und Dramatik. Ein Spiel, in dem ein oder zwei Spieler den Unterschied machen können.“ Dabei verweist er vor allem auf das starke Überzahlspiel der Gastgeber. Die Devise lautet deshalb: So weit von der Strafbank wegbleiben wie möglich.

Im Topspiel der Landesliga stehen sich mit Marco Böhm und Uli Schweigert womöglich die zwei punktbesten Verteidiger der Spielklasse gegenüber. Die beiden „Blueliner“ wissen gerade in Überzahl, wo die Scheibe hingehört. Die Balinger müssen in der Topbegegnung auf Dennis Steinhauer verzichten. Der EC-Topscorer besucht einen Lehrgang für die Ausbildung als Inlinehockey-Schiedsrichter. „Dass die Mannschaft Ausfälle kompensieren kann, haben die letzten Wochen gezeigt. Dieser Ausfall muss eben mit noch mehr Kampfgeist und Leidenschaft ausgeglichen werden“, so Gastel.

Genesen sind indes wieder Marc Haudek (Angina) und Marcel Schneider (Bänderdehnung im Sprunggelenk). Am Samstag wird sich zeigen, ob die Eisbären mit diesem Kader ihre eindrucksvolle Siegesserie fortsetzen können

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