Zensus läuft auf Hochtouren
Volksbefragung: Derzeit wird nachgehakt, um Unklarheiten zu beseitigen
Zollernalbkreis, 18.01.2012
Die zentrale Zensus-Erhebungsstelle für den Zollernalbkreis hat seinen Sitz im Balinger Landratsamt. Hier fließen alle gesammelten Daten zusammen, sie ist auch die Stelle für direkte Volkszählungs-Nachfragen aus der Bevölkerung. Ausnahmen bilden die Städte Balingen und Albstadt, die eigene Erhebungsstellen eingerichtet haben.
Seit dem Stichtag des Zensus am 9. Mai 2011 ist nun gut ein dreiviertel Jahr vergangen. „In dieser Zeit haben im Zollernalbkreis rund 14 000 Menschen im Rahmen der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis Auskunft gegeben“, sagt Landratsamtssprecherin Sarah Hettich. Mit dem Verlauf der Befragungen sei man sehr zufrieden. „Es ist uns in großem Maße gelungen, die Bürger zur Mitwirkung beim Zensus zu motivieren.“ Was im Vorfeld der schriftlichen beziehungsweise persönlichen Befragung keine Selbstverständlichkeit war. Denn in Zeiten von Internet und den damit verbundenen Fragen nach Datensicherheit hätte der Chor der Zensus-Gegner sicherlich auch im Zollernalbkreis unter Umständen lauter ausfallen können.
Wie aber geht es nun konkret weiter? „Die Arbeiten im Rahmen des Zensus 2011 sind noch nicht abgeschlossen“, betont Hettich. Es stünden noch einige Nachfragen aus, mit dem Ziel, Unklarheiten zu beseitigen und eine hohe Datenqualität zu gewährleisten. Und so kann es vorkommen, dass einige Bürger in den nächsten Wochen und Monaten einen Fragebogen von der Erhebungsstelle zugeschickt bekommen oder sie von einem Interviewer besucht werden. Erst wenn sämtliche Arbeiten im Rahmen des Zensus abgeschlossen sind, wird auch die Erhebungsstelle im Landratsamt wieder aufgelöst.
Andreas Ilch, Leiter der Albstädter Zensus-Erhebungsstelle, berichtet ebenfalls, dass die bisher gesammelten Daten nun nachbearbeitet und überprüft werden. „Parallel laufen einzelne Mahnverfahren“, sagt Ilch, einige Erinnerungsschreiben seien verschickt worden. Laut Andreas Ilch gibt es bisher keinen definitiven Termin, wann es mit dem Zensus weitergeht. Die landesweite Haushaltsbefragung müsste seiner Meinung nach aber mittlerweile abgeschlossen sein.
Im nächsten Block werde es eine Vor-Ort-Überprüfung der Gebäude geben. Zur Klärung von Unstimmigkeiten oder Unklarheiten, die sich bei der Auswertung der Fragebögen ergeben haben, werden einzelne Gebäude überprüft. Andreas Ilch vermutet, dass damit bald begonnen wird.
Genau dies geschieht demnächst auch in Balingen. „Wir sind dabei quasi der verlängerte Arm des Statistischen Landesamts“, sagt André Matz von der Zensus-Erhebungsstelle der Stadt Balingen. Rund 95 Prozent der Arbeit der Erhebungsstelle sei inzwischen erfolgt. „Und das mit so gut wie keinen Problemen.“ Die Stadt habe lediglich einige „Erinnerungen“ versenden müssen. „Aber auch das ist inzwischen alles geklärt“, so Matz.
Erste Ergebnisse des bundesweiten Zensus werden im November 2012 vorliegen. Die detaillierten Auswertungen folgen 24 Monate nach dem Zensusstichtag: ab Mai 2013.
Ergebnisse liefern Grunddaten für die Planung der nächsten Jahre
Im Mai begannen die Erfassungsarbeiten für den „Zensus 2011“. Drei Erhebungsstellen sind für den Zollernalbkreis zuständig: In Albstadt, Balingen und beim Landratsamt. Nicht nur auf dem Postweg wurden Bürger befragt. Fast 300 Interviewer sind im Kreis eingesetzt, um persönliche Befragungen durchzuführen.
Die gewonnenen Daten können nach der Auswertung auf die gesamte Bevölkerung hochgerechnet werden. Sie sollen unter anderem eine Grundlage und Basisdaten für die weitere politische und infrastrukturelle Planung der nächsten Jahre liefern. Erste konkrete Ergebnisse soll es Ende 2012, Anfang 2013 geben. Übrigens: Für alle Befragten besteht laut Zensusgesetz Auskunftspflicht.
