Betrieb geht weiter
Schlecker-Mitarbeiter im Kreis überrascht
Zollernalbkreis, 21.01.2012 von Karl-Otto Müller
Zu Kommentaren ließ sich derweil niemand hinreißen, sei doch bereits des längeren schon zu spüren gewesen, dass das Unternehmen sich in deutlicher Schieflage befindet.
So war aus Kundenkreisen zu hören, die selbstverständlich das seit Wochen deutlich schwächelnde Angebot registrierten und kaum mehr den Rechtfertigungen der Mitarbeiter glauben wollten: Die Ware sei unterwegs.
Bereits seit wenigen Jahren fuhr das Unternehmen die Zahl seiner Filialen deutlich nach unten. Allein im vergangenen Jahr, so inoffizielle Angaben, seien in den Landkreisen der Region Neckaralb, Tübingen, Reutlingen und Zollernalb, 23 Filialen dicht gemacht worden, sechs davon im Zollernalbkreis selbst.
Nach wie vor aber weist die Homepage des Unternehmens eine außergewöhnliche Filialdichte eben auch auf der Zollernalb aus. Gehörte es doch einst zum Unternehmenskonzept, auch den ländlichen Raum ebenso wie die Randbezirke der Städte mit Schleckerfilialen zu bedienen.
Dieses recht aufwendige Konzept musste sich jedoch in den vergangenen Jahren einem ebenfalls immer größeren Konkurrenzdruck neuer Drogeriemarkt-Ketten und vor allem auch Discountern wie Aldi, Lidl, Netto stellen.
Ausführlich berichten wir über die Schlecker-Insolvenz in unserer heutigen Ausgabe auf der Seite „Brennpunkt“, auch, wie es in den nächsten Tagen weitergeht.
