Jugendtraum ist wahr geworden
Herzsport-Gruppenleiterin Pfefferle-Bucher verabschiedet
Rosenfeld-Isingen, 06.02.2012 von Hannelore Kaiser
Nun zog die heute 84-jährige Herzsport-Gruppenleiterin Pfefferle-Bucher den Schlussstrich unter diese Erfüllung des Jugendtraumes. Die Abschiedsstunde von 22 Jahren sportliche Hilfe für Herzkranke schlug offiziell am vergangenen Mittwoch. Die erste Hauptversammlung des neu gegründeten Vereins der Isinger Sportfreunde (wir berichteten darüber) gab den passenden Rahmen. Vorsitzender Andreas Biffar dankte der langjährigen Leiterin der Isinger Herzsportgruppe für ihre zehnjährige segens- und erfolgreiche Arbeit in der Isinger Turnhalle und verband dies mit einem beziehungsreichen Erinnerungsgeschenk: Einer Uhr aus Schiefer mit passender Widmung. Mit spürbar herzlichem Beifall bekräftigten die fast vollzählig anwesenden Mitglieder der, jetzt von Gaby Luppold betreuten Herzsportgruppe die offiziellen Dankesworte.
Als vor zehn Jahren die Herzsportgruppe Isingen gegründet wurde, engagierte man die erfahrene Herzsport-Leiterin Helga Pfefferle-Bucher aus Endingen. „Nur als Starthilfe und so lange, bis eine endgültige Leiterin gefunden ist“, wie es damals hieß. Aus dem „so lange“ wurden zehn Jahre. Jahre, in denen diese Gesundheitsgruppe der Sportfreunde Isingen zu einer Familie zusammenwuchs. Dies nicht nur durch die allwöchentliche Stunde der speziellen Gymnastik unter Aufsicht eines Arztes. Die Gruppenleiterin organisierte auch gemeinsame Wanderungen und Busfahrten, zu denen die Familienangehörigen der Herzpatienten mit eingeladen waren. Und obligatorisch wurde für die Gruppenmitglieder nach jeder Übungsstunde der lockere Ausklang im benachbarten Sportheim. Da gab es Gelegenheit zu aufmunternden Gesprächen, gegenseitigem Austauschen von Erfahrungen um die gemeinsame Schwachstelle „Herz“.
Auch für dieses „Nachhinein“ brachte Helga Pfefferle-Bucher gute Erfahrungen nach Isingen mit. Hatte sie doch bereits in den 70er Jahren in Balingen eine erste Herzsport-Gruppe aufgebaut, die sehr bald auf 150 Teilnehmer anwuchs und dreigeteilt werden musste. Auch in Hechingen wirkte die mehrfache Mutter und ehemalige Regierungsangestellte beim Balinger Vermessungsamt über Jahre hinweg erfolgreich beim Aufbau und Führung einer Sportgruppe für Herzkranke mit.
Sich selbst hielt die Endingerin seit ihrer Kindheit durch Leichtathletik, Radfahren, Schwimmen, alpinem Skisport und Gymnastik fit. Jetzt stehen für die 84-Jährige nur noch Schwimmen und Gymnastik auf dem wöchentlichen Übungsplan. Doch mit dem Sport „Übungsleiterin“ soll jetzt endgültig Schluss sein.
