Die Pubertät ist längst vorbei
Waldorfschule Frommern feiert mit 400 Gästen ihr 25-jähriges Bestehen
Balingen-Frommern, 06.02.2012 von Renate Deregowski
Den Auftakt bildete eine Feier. Das Mittelstufenorchester eröffnete musikalisch, die Lehrerin Maria Radetzki begrüßte die Anwesenden in der Turnhalle. „1980 waren es noch rund 60 Menschen, heute ist es ein Wir geworden”, fasste sie die Entwicklung der Schule in der Gegenwart von rund 400 Zuschauern zusammen. Mittlerweile habe die Bildungseinrichtung die Pubertätsjahre hinter sich gelassen, sagte Radetzki, mit der Veranstaltung wolle man aber nicht nur das Alter feiern, sondern auch die Zukunft weiterhin im Blick haben.
Als Festredner sprach Musikprofessor und Gründungsmitglied Ulrich Molsen. Er erzählte über die Gründungszeit und wie man zukunftsfördernd mit Schülern umgehen könne. Neben diesen seien die Pädagogen besonders gefordert: „Was der Lehrer über die Schwelle trägt, das wirkt”, betonte Molsen.
Im restlichen Teil der Feier brachten vor allem die Schüler ein abwechslungsreiches Programm auf die Bühne, das einen Einblick in die Unterrichtsinhalte gewährte. Die elfte Klasse erheiterte mit einem Sketch in französischer Sprache, Schüler der sechsten Klasse trugen die erste Szene aus Cornelia Funkes „Tintenherz” in einer Eurythmie-Fassung vor, eine weitere Gruppe spielte eine Szene aus Tom Sawyer, Mädchen der neunten Klasse begeisterten mit einer gymnastischen Aufführung mit Bändern und der klassenübergreifende Zirkus ließ mit Darbietungen auf dem Seil und am Trapez staunen.
Musikalisch unterhielten etwa die Erstklässler, die den Schnee besangen sowie die sechste Klasse und der Mittelstufenchor. Der Oberstufenchor, der mit Lehrern verstärkt wurde, bildete den Abschluss der Feier. Mit Robert Schumanns “Zigeunerleben” entließen sie ihre Gäste in den Rest des Tages.
So konnten sich die Besucher bei Führungen das Gelände und das Schulgebäude ansehen oder sich bei Vorträgen über die verschiedene Themen informieren. Ein Konzert der Oberstufenorchester der Waldorfschulen Balingen und Villingen-Schwenningen am Nachmittag bildeten einen festlichen Abschluss.
