Zunftball mit buntem Programm

Ein voller Saal am Siedepunkt und temperamentvoll tobende Narren

Balingen-Frommern, 06.02.2012

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Heiß ging´s her beim Zunftball der Narrenzunft Frommern am Samstag in der Festhalle. Rund 500 Gäste stürmten die Halle zum 21. Zunftball der Narrenzunft mit den Narrenfiguren Hexen und Brennnesseln.

Je tiefer das Thermometer draußen in den Keller sank, umso stärker stieg die Stimmung drinnen. Vier Gastzünfte samt der Junggarde, Hexen und Brennnesseln aus Frommern sorgten für hitzige Stimmung mit Showtanzen, Hexentänzen und Brauchtumsdarbietungen.

Aller Narretei voran sprach Ortsvorsteher Günter Meinhold, der sich zur Büttenrede freilich nicht zweimal bitten lies. Eine Reise der Veräppelung durch die politische Landschaft hatte Meinhold im Gepäck und für die Gäste zum Schlapplachen parat.

Eine gute Wahl befand Zunftmeister Nummer eins Roland Hintze, der zuvor die unaufhörlich einströmenden Gäste begrüßte. Hintze mit Rat und Tat und gehörigen Portionen guter Laune zur Seite stand Zunftmeister Nummer zwei Michael Stangel. Dass eigentlich fünf Gastzünfte zu Gast hätten sein sollen, es aber nur vier herschafften, erklärten die Zunftmeister beim Einmarsch: „Grün-Weiß Böblingen ist dem Wetter zum Opfer gefallen, der Diesel erfroren, der Bus kaputt.“

Dem Gardetanz der Frommerner Junggarde und anschließend dem Showtanz unter dem Motto „Nacht der Marionetten“ der Bildechinger Showtanzgruppe tat dies keinen Abbruch. Beide sorgten für schweißtreibende Atmosphäre à la brasilianischem Karneval.

Höhepunkt der hiesigen Narren war das Brauchtums-Szenario. Tänzerisch stellten die Frommerner Brennnesseln die Sage um die versunkene Hirschburg dar. Als 1991 der Brennnesselmann aus den Geschichtsbüchern wieder lebendig wurde, legte die Figur in nun 21 Jahren einen Senkrechtstart ihrer Karriere hin.

Damals als Pendant der Frommerner Hexen erfunden, beschreibt die Zunftgeschichte, gedieh das Gebilde des Brennnesselmannes zum dauerhaften Wahrzeichen, welches Jahr für Jahr aus dem Boden treibt.

Genug der Geschichte, Musik musste her – und zwar die der Sunshine-Gugge aus Heudorf/Rohrdorf, die zwischen Showtänzen der Frommerner Garde für Furore sorgten.

Dem Brauchtum Nummer zwei gedachten nun die Hecke-Pfiefer Narrengilde aus Locherhof und eilten dem Gardetanz der Weilheimer Tanzgarde voraus, deren choreographischer Höhenflüge die Frommerner Hexen noch eins drauf zu setzen wussten.

Klar gab´s da Geschenke für die Gäste. Und nicht nur das: Für 11 Jahre Häspflege ehrten die Narren ihre gute Seele Rita Böhm, die sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden lies.

Fasnets-Feierlaune wie sie ausdauernder hätte nicht sein können, war in der Halle geboten. Obwohl die Frommerner mit Kinderfasnet am Samstagvormittag und dem Stellen des Narrenbaumes schon etliche Stunden auf den Beinen waren.

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