Dritte Pleite in Folge

Eishockey-Landesliga: Balingen unterliegt Mannheim 3:6

Balingen, 06.02.2012

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Zum dritten Mal in Folge gingen die Eisbären Balingen am Sams-tag mit hängenden Köpfen vom Eis. Gegen den EKU Mannheim unterlagen die Balinger mit 3:6 und zollten dabei ihrer Abschlussschwäche Tribut.

Mit einer Negativserie starteten die Eisbären ins neue Jahr. Ausgerechnet im Spitzenspiel gegen den EKU Mannheim wollten die Kreisstädter die Trendwende nach drei Pleiten in Folge schaffen. Vorsitzender Wilhelm Gastel, der aktuell als Interimstrainer für den in Kanada weilenden Coach Günter Schmidt fungiert, wusste genau, wie er die Mannheimer knacken wollte. „Wenn man die letzten 20 Minuten der letzten beiden Partien zusammennimmt und an diese Leistung anknüpft, können wir in der Tat jede Mannschaft in der Liga schlagen.“

Die Eisbären nahmen sich die Worte ihres Kommandogebers zu Herzen und überzeugten mit einem forschen Beginn. Im ersten Drittel dominierte Balingen vom Anpfiff weg Puck und Gegner, verzweifelte allerdings an der eigenen Abschlussschwäche. „Es fehlt unserer jungen Mannschaft einfach ab und an die Konsistenz und nötige Konzentration“, haderte Gastel. Die Hausherren boten ein ansehnliches Angriffsspiel, kombinierten sich mehrfach mit tollen Spielzügen vor das gegnerische Tor, scheiterten aber gleich reihenweise an der Genauigkeit. „Unsere Kombinationen waren zum Teil lehrbuchhaft. Im Abschluss waren wir allerdings zu dumm“, nahm Offensivkraft Nikolai Gogoll kein Blatt vor den Mund. Es kam, wie es kommen musste: Einen Balinger Abwehrschnitzer gepaart mit einem unglücklichen Bandenabpraller nutzte Mannheim zum 0:1.

Im zweiten Drittel folgte recht schnell das 0:2. Eine Überzahlsituation nach einer Zeitstrafe für die Eisbären verhalf den Gästen zum zweiten Tor. „Wir haben Mannheim unnötig stark gemacht“, konstatierte Gogoll, dessen Truppe immerhin intakte Moral bewies. In einer immer ruppiger werdenden Partie gelang Frank Ebner der 1:2-Anschlusstreffer, Youngster Dominik Schmidt traf wenig später zum 2:2. An die Dominanz aus der Anfangsphase konnte Balingen allerdings nicht mehr anknüpfen. Mannheim ging mit einem 3:2-Vorsprung ins Schlussdrittel.

Auch hier war die Partie mit einigen aggressiven Tacklings und Nickligkeiten hart umkämpft, das bessere Ende hatten die Gäste für sich. „Mannheim hat die Tore geschossen, weil Balingen dumme Fehler gemacht hat“, resümierte Gogoll. Im letzten Drittel traf der EKU noch drei Mal ins Schwarze, für die Eisbären war lediglich Marco Schneider erfolgreich. Eine eindrucksvolle Vorstellung beim 6:3-Sieg der Mannheimer lieferte dabei Daniel Steinke ab. Der Topscorer der Liga war stets brandgefährlich und an fünf der sechs Tore beteiligt. „Das war überragend“, staunte Gogoll nicht schlecht.

Den nächsten Versuch, ihre Negativserie zu stoppen, unternehmen die Eisbären am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den Stuttgarter EC 1b. Die Cracks aus der Landeshauptstadt rangieren als Fünfter im Niemandsland der Tabelle, weisen allerdings als eines von nur drei Teams der Liga eine negative Tordifferenz auf. Außerdem stellen die Stuttgarter den zweitschlechtesten Angriff. Nur Schlusslicht EC Pforzheim 2010 sammelte weniger Treffer. SMI

EC Eisbären Balingen: Maier, Schwarz; Böhm, F. Rummel, Marcel Schneider, Günter, K. Rummel, M. Rummel, Schaar, Ebner, Schmidt, Haudeck, Marco Schneider, Wöhrle, Gogoll.

Drittel: 0:1, 2:2, 1:3.

Nächstes Spiel: EC Eisbären Balingen – Stuttgarter EC 1b (Samstag, 11. Februar, 19.45 Uhr).

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