Leserbrief
Es geht um mehr Effizienz und Gerechtigkeit
07.02.2012
Zu meinen Anträgen über beschlussfassende Ausschüsse, Reduzierung der Gemeinderatssitze und Abschaffung der unechten Teilortswahl möchte ich anmerken, dass sich ihre Darstellung für unbeteiligte Leser eher gegen den Teilort Schörzingen richtet. Dieses ist nicht meine Intention. Zusammengefasst geht es mir lediglich um mehr Effizienz und Gerechtigkeit:
Zu den beschließenden Ausschüssen, denke ich, gibt es nicht viel zu sagen. Die Reduzierung der Gemeinderats-Sitze von derzeit 16 auf 12 bezieht sich auf beide Ortsteile und nicht einseitig auf Schömberg oder Schörzingen. Hier geht es rein um die Effektivität des Gremiums. Zusätzlich können Kosten und Verwaltungsaufwand eingespart werden.
Die bisher praktizierte „Unechte Teilortswahl“ verfälscht den Wählerwillen. Das heißt, es kann passieren, dass Kandidaten mit mehr Stimmanteilen gegebenenfalls Kandidaten mit weitaus weniger Stimmen benachteiligt werden.
Das Einwohnerverhältnis Schömberg / Schörzingen beträgt derzeit crica 7 zu 3; die Sitzverteilung im Gemeinderat 8 zu 7. Eine „echte Wahl“ spiegelt den Wählerwillen am genauesten und das Verfahren wird stark vereinfacht.
Sie haben in ihrem Artikel nicht erwähnt, dass dieses Thema bereits mehrfach auf der Tagesordnung des Gemeinderats gestanden hat. Zuletzt in einer Sitzung im Juli 2008. Dort wurde beschlossen, dieses Thema nach der Kommunalwahl 2009 und vor den Wahlen 2014 erneut zu beraten.
Sicher sind die Themen für manche ein „heißes Eisen“. Ich dagegen bin der Meinung, dass klare Verhältnisse und Gerechtigkeit zum weiteren Zusammenwachsen unserer beiden Teilorte beitragen.
Karl-Heinz KochKeltenweg 8, Schömberg
