Ein Neustart verdient Respekt

01.09.2010 von Volker Schweizer

Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan von den Doku-Soaps, die tagtäglich über die Mattscheibe flimmern. „Mein neues Leben“ und „Goodbye Deutschland“ schaue ich aber ganz gerne an. Nicht weil ich der Alb den Rücken kehren möchte, sondern weil’s mich einfach interessiert, wo es andere Menschen hinverschlägt und wie es ihnen dabei ergeht. Außerdem erfährt man viel über andere Länder. Viele suchen und finden ihr Glück im warmen Süden. Angesichts der Wetterkapriolen bei uns kommt da schon zugegebenermaßen etwas Neid auf. Andere zieht’s dagegen zum Beispiel nach Florida, um ein bayerisches Lokal aufzumachen, eine Familie sogar an den Polarkreis nach Lappland. Sich für den mutigen Schritt zu entscheiden, auf einem anderen Kontinent einen Neustart zu wagen, verdient Respekt. Es kommt aber auch vor, dass Auswanderer reumütig zurückkehren. Weil der Job nicht gefällt, die Kinder sich nicht wohl fühlen oder weil sie einfach unüberlegt gehandelt haben. Da bin ich dann wieder über meine sichere Perspektive vor dem Fernseher ganz froh.

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